Gemeinsam lernen, sprechen und nähen
Am 16. Mai kamen auf Benna Kunda elf junge Frauen aus Gunjur zusammen, um sich einen Tag lang intensiv mit dem Thema Periodengesundheit zu beschäftigen. Der Workshop wurde gemeinsam mit The Girls’ Agenda (TGA) Brikama umgesetzt und durch die finanzielle Unterstützung von VolNet ermöglicht. Die Initiative entstand aus der Zusammenarbeit der ehemaligen VolNet-Freiwilligen Emily Wernz mit der Schneiderin Fatou Touray in Gunjur.
Den Einstieg gestaltete Binta Bojang von TGA mit einer offenen Gesprächsrunde über den Menstruationszyklus, Hygiene und persönliche Erfahrungen. Schnell entstand eine vertrauensvolle Atmosphäre, in der Fragen gestellt, Unsicherheiten geteilt und eigene Geschichten erzählt wurden.
Im zweiten Teil übernahm Aja Susso den praktischen Workshop. Gemeinsam wurde besprochen, wie wiederverwendbare Stoffbinden funktionieren, wie sie richtig gewaschen und gepflegt werden und warum sie für viele Mädchen und Frauen eine wichtige und nachhaltige Alternative zu Einwegbinden darstellen. Anschließend ging es ans Nähen: Jede Teilnehmerin erhielt die notwendigen Materialien und fertigte unter Anleitung ihre eigene Stoffbinde an.


„It was so educative and for the first time I’m able to sew a reusable pad. I’m so grateful for that and I hope to teach my younger ones here.“ – Teilnehmerin des Workshops

Der Workshop knüpft an das Taschenprojekt an, das während des Freiwilligendienstes von Emily Wernz im Jahr 2025 in Gunjur entstand. In Zusammenarbeit mit Fatou Touray entwickelte sich die Idee, handgefertigte Taschen zu produzieren und gleichzeitig ein soziales Anliegen zu unterstützen. Ausgangspunkt war die Auseinandersetzung mit Periodenarmut – also dem fehlenden Zugang zu Menstruationsprodukten, der für viele Mädchen und Frauen gesundheitliche Probleme, soziale Ausgrenzung und Einschränkungen im Bildungsalltag bedeuten kann. Pro verkaufte Tasche wurde eine wiederverwendbare Stoffbinde produziert, die nun im Rahmen dieses Workshops verteilt werden konnte.
von Emily Wernz